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Salman Rushdie, Halabtscha und die Pest der Aufklärung

Beispiel 1: Deutscher Mathematikstudent Hauke D., 17. Feb. 1989, Studentenwohnheim in Tannenbusch II der Universität Bonn.

Der damals 19jähriger deutscher Student hängte folgenden Zettel an seine Tür, um mir, dem religiösen Nichtasylanten Iraner, der Khomeini und Islam nicht kritisch gegenüber stand, sondern Saddam Husseins Terrorismus und seine westlichen Arbeitgeber beklagte, zu beweisen, dass die Meinungsfreiheit auch die Freiheit einem anderen Menschen zu beleidigen umfasst, ohne dass er irgendeinen Konsequenzen befürchten muss. Es war nämlich ein Jahr nach dem blutigen Iran-Irak-Stellvertreterkrieg (1980-1988) an deren Endphase Saddam Hussein die vom Westen und insbesondere vom Deutschland unter Vieraugen der Geheimdienstler wie Dr. Klaus Kinkel (der spätere Außenminister) und Kollegen gelieferten Chemiewaffen nicht nur gegen die iranischen Truppen und Zivilisten sondern auch gegen sein eigenes Volk - die Kurden - in Halabtscha (von 16 bis 20 März 1988) einsetzte. In dieser Tragödie sind auf der Stelle mindestens 5.000 Menschen qualvoll gestorben über 15.000 verletzt und ein ganzes Gebiet ist bis heute verseucht. Schon seit 1982 hatten die Iraner die Welt und vor allem den Westen in Kenntnis gesetzt, dass Sein Bastard im Krieg Chemiewaffen einsetzt. Etwa 8 Monate vor der Bombardierung von Halabtscha hatte er die iransche Stadt Sardascht mit Giftgas angegriffen. Im Bewusstsein der Menschen, die ihre Menschlichkeit schon längst u. a. infolge der Pest der Aufklärung verloren hatten, erregte diese Tragödie wie immer keine Aufmerksamkeit. Obwohl sie alle wussten, stellten sie sich Stumm und Taub als ob sie nichts gesehen hatten. Die kriminellen Journalistinnen und Journalisten des Hauses Axel Springer genau so wie jene rund um Tschingiz Khan der deutschen Journalismus d. h.  “Der Spiegel”-Herausgeber Rudolf Augestein. Seine Kinder sind offensichtlich etwas weiser geworden als ihren Väter. Über die anderen kriminellen Berichterstatter dies und jenseits des Atlantiks brauchen wir gar nicht zu reden.

Im Gesicht der Iraner - auch hier in Deutschland - konnte man die unvorstellbare Angst feststellen, dass dieser Verbrecher auch Großstädte wie Teheran mit Giftgas bombardieren will. Die Drohungen hatte er oftmals verkundet. Ich war zu dieser Zeit extrem deprimiert und leidete unter Zukunftsangst apokalyptischer Art. Ich war vor allem stark verbittert wegen der Gleichgültigkeit dieser angeblich zivilisierten Welt und insbesondere meiner Nachbarschaft, Kommilitoninnen und Kommilitoninnen und sogar Menschen, die als Professorin oder Professor anfänglich bei meiner Aufenthaltsstatus behilflich waren. Später fand ich heraus, dass sie meistens bewusst oder unbewusst ihrer Kritik gegenüber Ajatollah Khomeini und sein Gottesstaat eher motiviert gewesen mich zu unterstützen. Als ich später ihre Haltung zum Islam, Iran und Khomeini kritisierte, war ich in ihren Augen ein Mensch mit Bekehrungstrieb und Missionierungsmbitionen, der nicht mehr würdig war Astronomie zu studieren. Sie dachten, dass ich auch ein Islam- und Iran-Kritiker war wie viele andere Iraner, die ihrem Heimatland Iran verlassen hatten in und Europa und in Amerika Asyl suchten. Heute setzten jene Studierende von damals als Wissenschafter,  Professoren, Forscher, Manager, Politiker usw.

Es ging aber auch um das Buch von Salman Rushdie - “Die Satanische Verse” -, das im Westen als Symbol der Meinungsfreiheit hochgeübelt und die Menschen damit dumm verkauft wurden. Obwohl es nichts anders war als eine schmutzige “Psychologische Kriegsführung” gegen aufsteigenden Stern des Islams belebt durch den Sieg der Islamischen Revolution Irans und die tapfere Verteidigung der jjungen Iraner im Krieg gegen Saddams Armee.

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»Europa, die Wiege der Aufklärung, weder braucht noch willkommen heißt solche hypokritische Fundamentalisten, die in betrügerische und niederträchtige Weise – vorgeben im Namen Gottes, des Allerhöchsten zu sprechen.

Im Klartext: Schiiten sind zu verschwinden!

Nimm folgendes zur Kenntnis: In diesem, meinem Land kann ich ohne Konsequenz folgende Erklärung abgeben:

Der Koran ist totaler Schwachsinn (Müll) und ohne Zweifel frei von Muhammad erfunden worden, der ein noch unverschämterer Lügner war als Satan Khomeini.«

 

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»Mit bestem Dank zurück!

Ich finde es übrigens interessant, dass Du mir einen Text über den sogenannten »Gottesbeweis« des Anselm von Canterbury, einem englischen Geistlichen des 11. Jahrhunderts, präsentiert hast. Das ist zwar schon besser als Nostradamus, bestätigt aber dennoch meine Vermutung, dass der Iran sich geistesgeschichtlich wieder dort befindet, wo Europa sich im Mittelalter befand. Über die Unsinnigkeit dieses »Beweises« braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Wilhelm Weischedel schreibt dazu in seinem Buch »Die philosophische Hintertreppe«:

»Übrigens äußert ein Mönch, Gaunilo mit Namen, schon zu Lebzeiten Anselms Bedenken gegen dessen Gottesbeweis. Er meint, wenn man diesen zulasse, dann könne man schließlich auch beweisen, dass eine vollkommenste Insel notwendig existiere; denn auch die erreiche ja nur dann den höchsten Grad von Vollkommenheit, wenn ihr das Dasein zukomme. Seine Kritik bekommt Gaunilo freilich recht schlecht; er erhält dafür Klosterhaft. Woraus hervorgeht: Sich mit Gottes Dasein zu beschäftigen ist nicht immer ungefährlich.«

Ich frage mich immer, wie Menschen es fertig bringen, zur gleichen Zeit Physik zu studieren und ernsthaft an Engel zu glauben. Deine Versuche, mich zum Islam zu bekehren, sind übrigens zwecklos. Ich habe mich bereits eingehend mit Fragen der Religion auseinandergesetzt und ich habe - da ich ein freier Mensch bin - eine freie Entscheidung getroffen. Auch sollte Dir klar sein, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass man in meinem Land jedem Menschen die freie Glaubensausübung gestattet (ganz im Gegensatz zu Deinem Land). In einigen Suren des Koran steht ja geschrieben, dass man Ungläubige und Atheisten vernichten und auslöschen soll. Der Islam ist also antidemokratisch und intolerant, und es wäre daher nur konsequent, den Koran in Deutschland zu verbieten. In einer echten Demokratie ist man jedoch auch gegenüber der Intoleranz tolerant, dass heißt man toleriert sogar Schiiten wie Dich.

Angenommen, es gibt Gott: Könnte es dann eine größere Gotteslästerung, eine größere Blasphemie geben, als zu verkünden, es sei Gottes Wille, dass man einen bestimmten Menschen, der dieses oder jenes gesagt oder geschrieben hat, zu verfolgen und zu töten? Könnte man Gott schwerer beleidigen, als ihn auf diese Weise als blutrünstiges Monster darzustellen? Ayatollah Ruhollah Khomeini ist nicht Gott, und er weiß von Gott ungefähr soviel, wie eine Ameise von der ersten Mondlandung. Khomeini liebt weder Gott noch den Menschen, er liebt einzig und allein Gewalt und Blutvergießen.

Jedem zivilisierten Menschen muss schlecht werden, wenn er im Fernsehen sieht, wie wildgewordene Furien mit Transparenten wie »We will kill Salman Rushdieeee« in Teheran herumlaufen. Zugleich zeigt es, wie primitiv, ekelhaft, widerwärtig und blutrünstig Menschen werden können. Ich will Dir ein Beispiel von der vollkommenen Gerechtigkeit im Iran geben: Es ist nach der »Schari´a« verboten, eine Jungfrau hinzurichten. Im Iran wird eine zum Tode verurteilte Frau daher vor ihrer Hinrichtung vergewaltigt - oft vor Hunderten vor Zuschauern. Soll das Gottes Auftrag sein? In Deutschland leben Hunderte von Menschen, die vor dem Terror des Iran geflohen sind und die hier Hilfe und Unterstützung suchen. Oft sind es ganze Familien, die hier um Asyl bitten. Die Väter solcher Familien sind meist im Iran hingerichtet worden, viele von ihnen in den vergangenen Monaten. Ihr einziges Verbrechen bestand meist darin, dass sie für Demokratie und für Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit eingetreten sind - in den Augen des Ayatollah eine Todsünde. Khomeini versprach vor über zehn Jahren, als er noch im Pariser Exil lebte, dass in einem islamischen Iran Glaubensfreiheit herrschen würde. Atheisten und Angehörige der Bahai-Sekte werden jedoch im Iran gnadenlos verfolgt. Lügen scheint nach Khomeinis Ansicht also keine Sünde zu sein.

Natürlich wirst Du viele dieser Tatsachen als Lügenpropaganda der »imperialistischen Presse« bezeichnen, aber viele der im Iran geschehenen Gräuel sind mehr als ausreichend dokumentiert und belegt. Im übrigen wurde diese Taktik, die eigenen Verbrechen als frei erfundene Lügengeschichten der Gegner hinzustellen, schon in Nazi-Deutschland angewandt. Bis heute gibt es in Deutschland verblendete, primitive Menschen, die stur behaupten, es habe hier nie Konzentrationslager gegeben. Und dies obwohl jeder sich anhand der Dokumente und der noch zu besichtigenden, ehemaligen Konzentrationslager selbst davon überzeugen kann, dass hier das unfassbar Grausame geschehen ist - der fabrikmäßige Völkermord.

Meiner Ansicht nach ist Deine Anwesenheit in diesem Land eine Beleidigung für all jene Menschen, die vor dem Verbrecherregime in Teheran hierher geflohen sind, und ich werde alles unternehmen, damit Du sobald wie möglich dorthin zurückkehrst; zumal Du unsere angeblich so verdorbene, freie Gesellschaft sowieso verachtest und daher nichts hier zu suchen hast.

Ich lege auf Deine Bekanntschaft keinen Wert mehr und bitte Dich daher, mich in Zukunft zu ignorieren, so wie auch ich Dich ignorieren werde. Wenn Du meinst, mir antworten zu müssen, so tue dies bitte schriftlich. In jedem Fall bist Du in Zukunft für mich nicht mehr existent.«

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